Das Projekt

Die Anmeldungefrist für das Herbstsemester 2017 (September bis Dezember) ist vorbei. 
Falls du im Frühjahrsemester 2018 (Februar bis Juni) teilnehmen möchtest, schreibe uns eine Mail!

Durch das im Dezember 2015 gegründete, studentische Projekt Offener Hörsaal wird die Teilnahme von Flüchtlingen am Hörerprogramm an der Universität Basel vereinfacht. Inzwischen ist das Projekt als akkreditierter Verein an der Universität eingetragen. Das bestehende Hörerprogramm steht allen Interessierten offen und umfasst knapp 500 Veranstaltungen in Deutsch, Französisch und Englisch. Zudem können Teilnehmende einen Sprachkurs am Sprachenzentrum der Universität absolvieren.

Weshalb dieses Projekt?
Infolge humanitärer Krisen in Ländern wie Syrien leben in der Schweiz Geflüchtete, welche einen akademischen Hintergrund besitzen, jedoch bei der Weiterführung des Studiums vor vielen Hürden stehen. Durch die Teilnahme am Hörerprogramm soll diesen Menschen der Zugang zur Universität vereinfacht werden.

Die Universität Basel ist die älteste Hochschule der Schweiz und hat eine bedeutende humanitäre Tradition. Bereits während des Ungarnaufstandes 1956 unterstützte die Universität Flüchtlinge. Mit dem Projekt Offener Hörsaal soll an diese Tradition angeknüpft und ein Beitrag zur gelingenden Integration geleistet werden. Dies sowohl sozial – durch den interkulturellen Austausch von Flüchtlingen mit Studierenden sowie Dozierenden – als auch sprachlich und akademisch. Somit kann die Öffnung der Veranstaltungen zu einer stärkeren Bildungsgerechtigkeit beitragen und das Potenzial der Flüchtlinge fördern.

An wen richten wir uns?
Das Programm richtet sich an Asylsuchende und Geflüchtete mit akademischem Hintergrund oder Interesse mit Wohnsitz in der Region Basel. Vorerst ist die Übernahme der Kosten des Hörerprogrammes auf 20 Teilnehmende beschränkt. Mit interessierten Teilnehmenden wird vorgängig ein Gespräch geführt.

Was ist das Hörerprogramm?
Das bestehende Hörerprogramm steht allen Interessierten offen und umfasst knapp 500 Veranstaltungen in Deutsch, Französisch und Englisch. Für teilnehmende Flüchtlinge werden die Hörergebühren durch das Projekt getragen. Hörer können diese Veranstaltungen besuchen,
aber keine Prüfungen absolvieren. Dadurch sind auch keine akademischen Leistungsausweise oder Abschlüsse erwerbbar.

Was ist das Buddy-Programm?
Ein zentraler Aspekt des Offenen Hörsaals ist das vom Projektteam organisierte Buddy-Programm: Freiwillige Studierende, sogenannte Buddys, treffen sich vor Beginn der Vorlesungsphase und regelmässig während des Semesters mit den Teilnehmenden. So können Informationen zu universitären Einrichtungen und Dienstleistungen unkompliziert vermittelt sowie Fragen und Probleme besprochen werden. Durch das Programm wird ein reger sozialer Austausch gefördert, welcher bei Interesse auch durch ergänzende Veranstaltungen, wie etwa gemeinsame Essen oder Sprachtandems, vertieft werden kann.

Du möchtst am Offenen Hörsaal teilnehmen oder hast Fragen zum Projekt?
Dann lies mehr über die Teilnahme am Projekt als Hörer oder über Möglichkeiten, das Projekt zu unterstützen durch aktive Mithilfe oder eine finanzielle Spende, und tritt mit uns in Kontakt!